Im Staub des Rabbi laufen
Jul 17, 2010 nachdenkliches
Ich habe einen sehr interessanten Artikel entdeckt. Rob Bell schreibt über die Bedeutung der Heiligen Schrift für die Juden zur Zeit Jesu, erklärt was “den Saum seines Gewandes” berühren oder andere Handlungen bedeuten und zeigt, was es bedeutet dem Rabbi Jesus zu folgen. Beim Lesen bekommt man eine neue, andere, oft faszinierende Sichtweise über das Leben Jesu und der Jünger. Wenn du etwas Zeit hast einfach mal lesen!
Ich habs in eine PDF gepackt, da die Quelle inzwischen versiegt ist. Hinweise im Dokument:
PDF – Im Staub des Rabbi laufen
Zwei reisende Engel
Mrz 7, 2009 nachdenkliches
Zwei reisende Engel machten Halt, um die Nacht zu Hause bei einer wohlhabenden Familie zu verbringen. Die Familie war unhöflich und verweigerte den Engeln, im Gästezimmer des Haupthauses auszuruhen. Anstelle dessen bekamen sie einen kleinen Platz im kalten Keller. Als sie sich auf dem harten Boden ausstreckten, sah der ältere Engel ein Loch in der Wand und reparierte es. Als der jüngere Engel fragte, warum, antwortete der ältere Engel: “Die Dinge sind nicht immer das, was sie zu sein scheinen.”
In der nächsten Nacht rasteten die beiden im Haus eines sehr armen, aber gastfreundlichen Bauern und seiner Frau. Nachdem sie das wenige Essen, dass sie hatten, mit ihnen geteilt hatten, ließen sie die Engel in ihrem Bett schlafen, wo sie gut schliefen. Als die Sonne am nächsten Tag den Himmel erklomm, fanden die Engel den Bauern und seine Frau in Tränen. Ihre einzige Kuh, deren Milch ihr alleiniges Einkommen gewesen war, lag tot auf dem Feld.
Der jüngere Engel wurde wütend und fragte den älteren Engel, wie er das habe geschehen lassen können? “Der erste Mann hatte alles, trotzdem halfst du ihm”, meinte er klagend: “Die zweite Familie hatte wenig, und du ließest die Kuh sterben.”
“Die Dinge sind nicht immer das, was sie zu sein scheinen”, sagte der ältere Engel. “Als wir im kalten Keller des Haupthauses ruhten, bemerkte ich, dass Gold in diesem Loch in der Wand steckte. Weil der Eigentümer so von Gier besessen war und sein glückliches Schicksal nicht teilen wollte, versiegelte ich die Wand, sodass er es nicht finden konnte. Als wir dann in der letzten Nacht im Bett des Bauern schliefen, kam der Engel des Todes, um seine Frau zu holen. Ich gab ihm die Kuh anstatt dessen.”
“Die Dinge sind nicht immer das, was sie zu sein scheinen.” Manchmal ist genau das, was passiert, wenn die Dinge sich nicht als das entpuppen, was sie sollten. Wenn du Vertrauen hast, musst du dich bloß darauf verlassen, dass jedes Ergebnis zu deinem Vorteil ist. Du magst es nicht bemerken, bevor ein bisschen Zeit vergangen ist.
Sex vor der Ehe
Mrz 7, 2009 nachdenkliches
“Farmer sucht eine nette Sie mit Traktor zwecks Geselligkeit und eventuell Heirat. Bitte Foto vom Traktor zu senden.”
Eines der schönsten Geschenke, die Gott uns Menschen gemacht hat, ist die Sexualität. Gott steht voll positiv zur Sexualität. Schliesslich hat er sie erfunden, ebenso wie er die Sexualorgane geschaffen hat. In seinen Augen ist Sex etwas reines, etwas schönes, etwas erregendes, etwas wunderbares.
Gleichzeitig jedoch gab Gott uns die Anleitung und Verantwortung, wie wir mit der Sexualität umgehen sollen, damit sie uns nicht schadet.
Als Gott Himmel und Erde schuf, kreierte er auch Adam, einen Gewaltstypen! Als Gott merkte, dass Adam etwas fehlte, klaute er ihm eine Rippe und schuf daraus eine Superbombenfrau. Als Adam sie sah, warf es ihn um!
Gott gab ihnen den Auftrag: “Vermehret euch!”, worauf Adam und Eva ihn liebend gerne beim Wort nahmen.
Gott gab uns eine klare Gebrauchsanweisung, die ich in 7 Punkten aufzeigen möchte, damit wir eine erfüllte Sexualität erleben können. Wenn ich etwas kaufe, lese ich fast nie die Gebrauchsanweisung. Ich probiere einfach aus, bis es geht. Manchmal schützt uns eine Anleitung jedoch vor Fehlern.
1. Schütze dich!
Ein Kondom kann dich zwar vor Gefahren wie Aids, Geschlechtskrankheiten und ungewollter Schwangerschaft schützen, was gut und wichtig ist, es schützt dich aber nicht vor tiefen seelischen Verletzungen, vor den Gefühlen des Missbrauchs oder vor ausgenützt werden.
Darum sagt Gottes Gebrauchsanweisung: “Schützt euch radikal.” Das heisst Sex ist am sichersten im geschützten Rahmen der Ehe.
1. Mose 2,24 und in Makurs 10,7 steht: “Darum wird ein Mann seinen Vater und seine Mutter verlassen und mit seiner Frau zusammen leben. Die zwei sind dann eins, mit Leib und Seele, sie sind also nicht mehr zwei sondern eins.”
Zur Ehe gehört also, dass man offiziell seine Eltern verlässt und durch ein verbindliches Versprechen einander das Jawort gibt bis zum Tod. Biblisch ist der Ehebund mit drei Säulen aufgebaut: Vor dem Standesamt, vor Gott und voreinander durch Sex.
Das hebr. Wort für “Eins sein” bedeutet “Zusammenkleben.” Das heisst nicht nur körperlich, sondern auch seelisch und geistig. Sex ist wie Klebstoff, der uns verbindet. Beim Sexualverkehr geschieht automatisch die Vereinigung von Geist, Seele und Leib. Wenn du nach dem Sexualverkehr die Beziehung wieder auseinander reisst, bleibt in deinen Gefühlen ein Stück vom andern bei dir. Je öfters du das tust, desto kälter wird deine Gefühlswelt. In dir wird Stück für Stück etwas zerstört und was zurück bleibt, sind Narben, Wunden und Gefühlstod.
Wenn du mit jemandem ins Bett gehst, hinterlässt du immer etwas von Dir.
Ein 16 jähriges Mädchen schlief mit Männern und sagte: “Ich fühle mich wie eine Coca-cola Büchse: ausgenutzt, leergesoffen, zusammengeknirscht und weggeworfen. Ich hasse Sex wie die Pest.”
Du hast nur ein Leben, wirf es nicht vor die Säue, sondern lebe in Reinheit. Die Bibel sagt kristallklar: Kein Sex vor der Ehe = absoluter Schutz.
2. Lerne “Nein” zu sagen!
Ein Teenie sagt zu ihrem Freund: “Bis jetzt wolltest du von mir nur Sex. Du hast dich nicht für mich interessiert, weder für meine Hobbies, noch für meine Interessen.”
Er sagte: ” Ich will dich nicht heiraten, ich möchte nur Sex von dir.”
Junge Frau, lass das nie mit dir geschehen! Wenn ein Mann sagt: “Wenn du mich liebst, dann schlafe mit mir!” dann sage radikal “Nein! Nein! Nein!”
Wenn du an ein Konzert oder eine Party gehst und nimmst ein Kondom mit, dann bist du nicht vollständig geschützt. Nimm auch dein Nein mit!
Es ist mir nur möglich, den Menschen solche Dinge zu raten, weil ich viele Singles und Ehepaare betreut habe.
In den 10 Geboten findest du dies kristallklar. In 2. Mose 20, 14 steht: “Du sollst nicht die Ehe brechen!”
Das Hebr. für Ehebruch heisst “Nahab” und bedeutet: “Du sollst mit keiner Person ausserhalb dem Ehebund Geschlechtsverkehr haben.”
Liebe Freunde, das sind die Richtlinie von unserem Gott im Himmel. Sex gehört in die Ehe. Alles andere nennt die Bibel Sünde.
Im 1. WK lachten mich die andern Soldaten aus, weil ich noch nie mit einer Frau im Bett war.
Im 2. WK sahen sie, dass ich verlobt war. Sie fragten, ob ich jetzt endlich könne?! Ich sagte: “Nein erst am 28. September!” Da lachten sie mich wieder aus und spotteten: “Und was machst du wenn ihr sexuell nicht zusammenpasst?”
Im 3. WK kamen die ersten, welche schon wieder geschieden waren, zu mir und meinten, sie hätten es wohl besser so wie ich gemacht.
Bis zu meinem 8. WK war ich der Kompanieseelsorger und viele Männer kamen mit tiefen Wunden in ihren Herzen zu mir.
Viele werden im sexuellen Bereich so tief verletzt, dass sie eine Mauer um sich herum bauen und nie mehr jemanden nahe an ihr Herz heran lassen. Du wirst auch nie mehr erleben, was volle sexuelle Erfüllung ist, sondern bleibst auf der Ebene der reinen Lustbefriedigung stehen.
Wenn wir Sex vor der Ehe haben, bleibt eine emotionelle Verletzung in uns zurück. Wir haben viele Ehepaare betreut, die auf dem sexuellen Gebiet Probleme haben, die meistens schon vor der Ehe begonnen haben.
1. Kor. 6,18 “Deshalb warne ich euch eindringlich vor jeder Unzucht! Denn mit keiner anderen Sünde vergeht man sich so sehr am eigenen Leib wie mit einem unsittlichen Leben.”
Schau Menschen, welche ihr Sexualleben untreu ausleben, in die Augen. Da ist keine Reinheit, keine Würde, kein Stolz, keine Ehre mehr. Da fehlt der Glanz und das Leben. Sie sehen kaputt aus, ausgelaugt, leer und ausgehöhlt. Wie ganz anders, bei den jungen Menschen, die versuchen in Reinheit zu leben. Da ist ein Glanz, eine Würde, Leben aus Gott.
Lass dir das nicht rauben! Schau dein eigenes Gesicht im Spiegel an. Ist da noch die reine Unschuld oder ist es schon verpfuscht?
3. Trainiere deinen Charakter!
Hoh 4,12 “Mein Mädchen ist ein Garten, in dem die schönsten Pflanzen wachsen. Aber noch ist er mir verschlossen. Meine Braut ist eine Quelle mit frischem Wasser, aber noch kann ich nicht davon trinken.”
Salomo beschreibt seine Liebesbeziehung zu seiner Freundin, die er noch nicht geheiratet hat. Er geniesst die Sexualität noch nicht, weil sie in die Ehe gehört und nicht in die Freundschaft.
Warum? Für Liebe gibt es in der Bibel 3 verschiedene Worte:
1. Phila: Kameradschaftliche Liebe, Hobbys, Sport, Rosse stehlen.
2. Agape: Die göttliche Liebe. Zusammen beten, Bibel lesen, lobpreisen
3. Eros: Die Sexuelle Liebe: Körperliche Vereinigung.
Wenn wir eine Freundschaft mit der sexuellen Liebe anfangen, sterben die anderen. Darum beginne die Freundschaft vor allem mit gemeinsamen Hobbys und mit Gott zusammen.
Die Statistik sagt: nach 2 Jahren Ehe sei bei 85% der Paaren die Sexualität tot.
Darum trainiere deine Beziehungsfähigkeit! Lerne deinen Freund besser kennen.
Ursula und ich haben zusammen geklettert, über Kinder gesprochen, über Geld, Wohnung, Berufung und zusammen gebetet. Wir kannten einander am Hochzeitstag bereits sehr gut. Wir wussten sehr viel von einander. Von Anfang an haben wir gesagt: es gibt keinen Sex vor der Ehe. Wenn ich noch einmal beginnen könnte, würde ich es genau gleich machen.
Bei einer Statistik wurden 1000 Teenies zwischen 16-20 befragt, ob sie einmal eine verbindliche Beziehung wollten. Alle bejahten.
Sage mir einmal wie du über Jahre hinweg untreu leben kannst und plötzlich treue, immer währende Liebe schwören willst. Das ist unmöglich!
Treue ist eine Charaktereigenschaft, die du schon in deiner Jugend lernen solltest. Wie schön wenn zwei geschliffene Diamanten zum Traualtar kommen. In einem reinen weissen Herzen, ohne Sünde.
4. Kläre ab wie weit ihr gehen wollt!
Wir gingen nie allein in die Ferien, meine Schwiegermutter hielt fest ihre Augen auf uns.
Kläre bei Freundschaftsbeginn ab, wie weit ihr gehen wollt.
Beziehungsbeginn
Blick, kameradschaftliche Berührung. Die Beziehung sollte zu jeder Zeit abbrechbar sein.
Freundschaft und Verlobungszeit
Händchen halten, Schmusen, Streicheln der Haare und Schultern, Kuss auf die Wange, Kuss auf den Mund, Umarmung, sich “anhangen”.
Ehe
Petting, Zungenkuss, Betasten der Brüste, Geschlechtsakt. Alles, was beiden gefällt und beiden gut tut!
Sexualität ist wie ein Weihnachtsgeschenk: Wartet voller Vorfreude und packt sie erst in der Ehe aus.
Als der Hochzeitstag kam, konnte ich es kaum erwarten, bis die Gäste endlich nach Hause gingen!
5. Fliehe vor der Lust!
2.Tim 2,22 “Fliehe vor den jugendlichen Begierden der Lust, strebe aber nach Gerechtigkeit, Glauben, Liebe, Frieden mit denen, die den Herrn aus reinem Herzen anrufen!”
Was heisst fliehen? Rennen. Was heisst streben? Alles geben. Fliehe vor aller Pornographie, Sexfilmen und alles, was verunreinigt.
6. Habe deine Lust an Gott
Psalm 37,4 “Habe deine Lust am HERRN, so wird er dir geben, was dein Herz begehrt.”
In Teeniealter hatte ich meine beste geistliche Zeit mit Jesus. Ich liebte ihn über alles und verbrachte viele Nächte in seiner Gegenwart. Schon in dieser Zeit hatte ich Menschen zu Jesus geführt. Ich war voll Geistes und brannte lichterloh. Damals leitete ich die JG voll Tatendrang.
Ich nährte mich am Wort Gottes, während andere Sexhefte lasen.
Jesaja 58,14 “Dann wirst du deine Lust am HERRN haben. Und ich werde dich einherfahren lassen auf den Höhen der Erde und werde dich speisen mit dem Erbteil Jakobs, deines Vaters. Ja, der Mund des HERRN hat geredet.”
Gib alles für das Reich Gottes!
Lebst du auf den Höhen des Geistes in inniger Gemeinschaft mit Jesus? Oder nährst du dich vom Schutt dieser Welt?
7. Entscheide dich rein zu leben
Gott sieht genau in dein Herz. Er weiß, mit was du genährt bist. Denke daran: Gott will, dass unser Leben ein Tempel des Heiligen Geistes ist.
1. Kor. 3:16 “Denkt also daran, daß ihr Gottes Bauwerk und sein Tempel seid, dass Gottes Geist in euch wohnt! Wer diesen Tempel zerstört, den wird Gott richten. Denn Gottes Tempel ist heilig, und dieser Tempel seid ihr!”
Entscheide dich heute, rein zu leben. Mache es ganz fest in deinem Herzen. Wahre Liebe wartet und es lohnt sich!
Lebe radikal für Jesus! Sei jemand, der sein Leben diszipliniert. Werde ein Mann oder eine Frau Gottes.
Heute will der Herr, dass einige ihr Leben ganz Jesus geben, andere, dass sie ihre Sünden aus dem Leben räumen, dass sie ihren Tempel säubern und die Gegenwart des Heiligen Geistes erleben.
Autor: Markus Bettler, Pastor CLZ Spiez
Selbst ist der Mensch!?
Mrz 7, 2009 nachdenkliches
Wie perfekt doch alles funktioniert! Das denk’ ich mir oft, wenn ich so die Natur beobachte oder einfach mal ein bisschen nachdenke. Was wäre, wenn die Sonne nur ein paar Kilometer näher an der Erde wäre? Wir würden verbrennen. Und dann gibt es so viele unterschiedliche Tiere, besonders winzige Tiere, die mit allem ausgestattet sind, was sie zum Leben brauchen. Diese Vielfalt an Blumen, Tieren und sogar des Menschen ist unglaublich! Jeder Mensch ist einzigartig, ein Individuum. Ist das nicht perfekt durchdacht? Stell dir mal vor, du sitzt gemütlich irgendwo in einem Café und plötzlich kommt jemand vorbei, der genau so aussieht wie du! Wäre das nicht komisch? Das wäre nicht nur komisch, sondern beängstigend! Aber zum Glück gibt es das ja nicht. Selbst bei Zwillingen gibt es Unterschiede, keiner ist wirklich 100%ig wie der andere.
Woher kommt das alles? Hat es sich allmählich entwickelt oder gibt es vielleicht doch einen Schöpfer? Ja!! Er war es, der sich alles ausdachte und insgesamt nur sieben Tage dafür brauchte! Das ist doch unvorstellbar, sagst du dir. Ja – aber schließlich ist er ja auch Gott und hat alles genau und bis ins kleinste Detail geplant. Ist das nicht großartig? Ich finde das jedes Mal wieder überwältigend! An was er alles gedacht hat. Kein Computer auf der ganzen Welt hätte sich so ein Kunstwerk ausdenken können, schon gar nicht innerhalb von einer Woche! Er wäre wahrscheinlich an einem “Denkfehler” gescheitert oder zu heiß gelaufen.
Gott dagegen macht keine Denkfehler. Nach jedem Tag, an dem er etwas Neues gemacht hatte, betrachtete er sein Werk und sah, dass es gut war (nachzulesen in der Bibel im 1. Buch Mose, Kapitel 1). Nachdem er den Menschen gemacht hatte, sagte er sogar, dass alles sehr gut war. Dem Menschen gab er die Aufgabe, auf seine Schöpfung aufzupassen und die Erde zu bewirtschaften. Was ist daraus geworden? Nehmen wir diese Aufgabe ernst oder haben wir sie schon vergessen? Wir brauchen Gottes Hilfe, um seinen Vorstellungen, wie wir die Erde verwalten sollen, gerecht zu werden. Was passiert, wenn Menschen versuchen, es selber in die Hand zu nehmen? Es kann nichts daraus werden. Das sehen wir oft genug!
Quelle: Nightlight Station
Wie man am besten den Himmel verpaßt
Mrz 7, 2009 nachdenkliches
Den meisten gelingt das mit Leichtigkeit. Um nie etwas von Gott zu merken, muß man nur ein paar ganz simple Regeln beachten. Das geht fast automatisch:
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Schiebe alles auf den Zufall. Wenn du schon mal in deinem Leben unerklärliche Dinge erlebt hast – Bewahrung in gefährlichen Situationen, Rettung in letzter Sekunde, überraschende Hilfe in einer Krise, Führung durch ideale Umstände, merkwürdige Zusammentreffen – - alles Zufall. Laß dich ja nicht auf wirre, gefühlsduselige Spekulationen ein! Du willst doch schließlich nicht unter die Wundergläubigen eingereiht werden .
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Wenn sich laufend die biblischen Prophetien erfüllen, z.B. in Bezug auf Israel, die Entwicklung im Nahen Osten,Voraussagen auf unsere Zeit, geschichtliche Abläufe – schiebe alles auf den Zufall … Laß dich ja nicht irremachen und zu absurden Schlüssen verführen!
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Wenn die Physik lehrt: “Von nichts kommt nichts, weder Energie noch Materie” – glaube fest an eine Ausnahme: den Urknall und die Entstehung des Lebens. Das kam einfach so …
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Höre nur auf Leute, die der absolut sicheren Meinung sind, daß es keinen Gott gibt – z.B. Atheisten und hochgebildete Theologieprofessoren. Laß dir darüber einfach eine schriftliche Garantieerklärung geben, dann bist du sicher.
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Denke immer daran, daß nur Kinder und Schwachsinnige an Gott glauben – also Menschen, die es nicht besser wissen. Wenn ab und zu mal einige andere Typen – Arzte Wissenschaftler, Ingenieure – dabei sind, weißt du, was du von ihnen zu halten hast…
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Verlaß dich ganz auf deine Meinung. Damit hast du einen sicheren, absolut untrüglichen Maßstab an der Hand, auf dem du in aller Ruhe dein Leben aufbauen kannst. Logische Erkenntnisse sind schon oft genug in einer Seifenblase zerplatzt.
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Gib dich stets mit dem zufrieden, was andere sagen, gerade auch, was die Bibel angeht! Warum solltest du selber nachlesen, was Jesus über die Situation des Menschen, den Sinn des Lebens und die Zukunft der Welt gesagt hat? Du willst doch nicht etwa als mißtrauisch gelten?!
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Stelle dich auf jeden Fall auf den Standpunkt, daß es nach dem Tod schon noch früh genug ist, um zu merken, ob an der Sache mit Gott, Satan, Himmel und Hölle was dran ist. Wenn die Bibel sagt, daß man vorher bestimmte Dinge regeln muß, weißt du ja – Papier ist geduldig …
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Laß dich auf keinen Fall davon beeindrucken, daß es immer noch Mord, Totschlag, Betrug und Egoismus gibt, obwohl der Mensch ja “im Kern gut ist”. Halte fest daran, daß so was wie Sünde, Schuld, Unrecht nur relativ ist und keinerlei Bedeutung für später hat …
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Wenn du in einer unübersichtlichen Situation versehentlich doch mal gebetet hast, bleib cool, wenn tatsächlich was passiert. Es sollte dir keine Schwierigkeiten bereiten, alles völlig natürlich zu erklären.
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Halte unbedingt daran fest, daß Gott ein unberechenbarer Rachegott ist. All dieses läppische Gerede in der Bibel von einem himmlischen Vater, der uns liebt und an uns interessiert ist und nur das Beste für uns will, ist reine Menschenverdummung. Behalte die Übersicht, laß dich von so was ja nicht einwickeln.
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Laß dich bloß nicht davon beeindrucken, wenn Leute erzählen, sie hätten Gott in irgendeiner Weise erlebt Heilung durch Gebet, Befreiung von Drogen oder Alkohol, Schutz, Versorgung usw. Oder erst diese rührselige Geschichte von einem verwandelten neuen Leben mit Frieden, Freude, Gewißheit über Gott (haha!) und einer total neuen Sicht usw. Es wird viel erzählt, wenn der Tag lang ist …
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Falls du doch mal in einem schwachen Augenblick einen Gedanken an Gott verschwendest, setze auf jeden Fall Gott mit “Kirche” gleich. Was in der Kirche alles falsch läuft, ist dir ja bekannt. Richte deine Gedanken kurz auf diese Dinge, dann geht der Anfall vorüber und du bist wieder fit.
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Wenn du unbedingt doch etwas “Höheres” brauchst, dann halte dich an New Age und Reinkarnation und Gott als “kosmische Energie”. Da rückt dir nämlich garantiert keiner auf die Pelle mit Sachen wie Konsequenzen, Gericht, Himmel oder Hölle. Da geht es nur um harmlose “Erleuchtung”. Auch vor Jesus, Umkehr und Vergebung bist du da sicher. Denke immer daran: Was du nicht weißt oder glaubst, hat logischerweise auch keine Gültigkeit für dich!
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Die größte Zumutung ist aber nach wie vor, daß man durch Jesus mit Gott in Verbindung kommen könne. Daß man vor Jesus seinen Mist bekennen soll und um Vergebung bitten soll und ihn in sein Leben einladen soll und daß er einen dann verändern würde! So’n Schwachsinn! Jemand einladen, der gar nicht existiert! Wenn das wahr wäre, dann müßte ja richtig was passieren, wenn man das tun würde … ! Da könnte ja jeder einfach kommen und das ausprobieren … ! !
Einfach lachhaft, oder?
Hör mal, du willst doch nicht etwa wirklich … ? Fällst du etwa auf so einen Nonsens rein? Und wenn du dich blamierst?! Wenn jemand das rauskriegt? Und dein Image?!
Ja, bist du denn völlig vom Teufel verlassen?! Weißt du denn nicht, wo das hinführt?
Wie kannst du erwarten, den Himmel zu verpassen, wenn du dich auf so abwegige, irre Experimente einläßt?!
Lieber Leser, vielleicht gehörst du ja tatsächlich zu den paar Ausnahmen, die mehr daran interessiert sind, die Hölle als den Himmel zu verpassen. Dann mußt du einfach immer nur das Gegenteil tun. Bis auf Punkt 15, den kannst du befolgen. Wenn du tatsächlich vor Gott ehrlich auspackst und Jesus bittest, dir zu vergeben, in dein Leben zu kommen und dich zu verändern, wird er das tun. Davon wirst du was merken. So ist es schon Millionen anderen ergangen.
Vielleicht hältst du die Bibel für unzuverlässig. Aber sie erbringt durch ihre Zukunftsvorhersagen, die sich immer korrekt erfüllen (bis heute!), einen übernatürlichen Beweis, daß sie echt und Gottes Handbuch für unser Leben ist (s. auch Faltblatt “Entscheidet die Bibel unsere Zukunft?”).
Lies das Johannesevangelium, es gibt dir beste Information, worum es eigentlich geht.
Und rede mit Gott – das könnte sich äußerst positiv auf dein Leben und deine gesamte Zukunft auswirken!
© Jugend mit einer Mission
Ist man durch die Taufe auch gleichzeitig Christ?
Mrz 7, 2009 nachdenkliches
“Sind Sie Christ?”
“Aber gewiß! Ich bin doch getauft!”
Millionen Menschen in unserem Land sind fest davon überzeugt, daß sie Christen sind, daß nach ihrem Tode das ewige Leben auf sie wartet, nur weil sie in ihrer frühesten Kindheit im Namen Gottes mit Wasser besprengt worden sind. Sie vertrauen ihrem Pfarrer, der ihnen sagt, daß man durch die Taufe Christ wird, und sie machen sich nie die Mühe, diese Frage an Hand der Bibel zu prüfen.
Ein schlagender Beweis dafür, daß ein Mensch durch die Kindertaufe, auch wenn darauf später die Konfirmation oder Kommunion folgt, nicht zum Christen wird, sind die vielen Gottesleugner, Spötter und Lästerer, die als Kinder getauft worden sind. Weiter sei an die vielen erinnert, die Gottes Gebote bewußt und unbekümmert mit Füßen treten, obwohl sie getauft und konfirmiert wurden und amtlich als Christen gelten. Das allein müßte genügen, um jedem zu zeigen, daß die Kindertaufe keinen Menschen zum Christen macht.
Aber weiter sollte jeder wissen:
1. Nirgendwo lesen wir in der Bibel, daß Kinder getauft wurden. Es wurde zwar das Haus des Kerkermeisters von Philippi getauft, aber aus dem Text geht hervor, daß unter den Getauften kein kleines Kind war. Wir entnehmen dem Bericht, daß alle in der Lage waren, die Verkündigung zu verstehen, daß alle zum Glauben kamen und sich in diesem Glauben freuten. (Apg. 16,32-34)
2. Aus der Kirchengeschichte wissen wir, daß die Kindertaufe erstmals Ende des 2. Jahrhunderts vereinzelt geübt wurde. Das heißt: In den ersten 150 Jahren nach der Zeit Jesu sind keine unmündigen Kinder getauft worden. Es entspricht nicht den Gedanken und der Botschaft Jesu Christi und Seiner Apostel, Kinder zu taufen.
3. Einige berufen sich auf das Wort Jesu: “Laßt die Kindlein, und wehret ihnen nicht, zu mir zu kommen, denn solcher ist das Reich der Himmel.”(Matth. 19,14) Der Zusammenhang aber zeigt eindeutig, daß es hier überhaupt nicht um die Taufe geht.
4. Es gibt einige Bibelstellen, die von Taufe und Errettung oder von Taufe und Vergebung sprechen; aber da ist nie von Taufe allein die Rede:
Markus 16,16: “Wer da glaubt und getauft wird, wird errettet werden, wer aber nicht glaubt, wird verdammt werden.”
Hier haben wir Taufe in Verbindung mit Glauben.
Apg. 2,38: “Tut Buße und ein jeder von euch werde getauft auf den Namen Jesu Christi zur Vergebung der Sünden.”
Dort steht Taufe in Verbindung mit Buße.
Apg. 22,16: “Und nun, was zögerst du? Steh auf und laß dich taufen und deine Sünden abwaschen, indem du Seinen Namen anrufst.”
Und hier finden wir Taufe in Verbindung mit dem Anrufen des Namens Jesu.
Bei der Kindertaufe aber handelt es sich um Taufe allein, denn das unmündige Kind nimmt nicht einmal wahr, was geschieht.
Wie aber wird nach den Aussagen der Bibel ein Mensch zum Christen?
Eindeutige Antwort: Durch Buße und Glauben.
Jesus Christus lehrt:
“Tut Buße und glaubt dem Evangelium!” Markus 1,15
“Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer an mich glaubt, hat ewiges Leben.” Johannes 6,47
Der Apostel Paulus sagt:
“Ich habe ihnen bezeugt die Buße zu Gott und den Glauben an den Herrn Jesus Christus.” Apg. 20,21
“Da wir nun gerechtfertigt worden sind aus Glauben, so haben wir Frieden mit Gott durch unseren Herrn Jesus Christus.” Römer 5,1
Frieden mit Gott finden Sie nur bei Jesus Christus, der am Kreuz auch Ihre Schuld gesühnt hat,niemals aber dadurch, daß Sie als kleines Kind, angeblich im Auftrag Gottes, dreimal mit Wasser besprengt wurden. Lösen Sie sich von diesem Wahn, und suchen Sie im Gebet die Verbindung zu Jesus Christus!
Sie werden nun fragen: Warum taufen denn die Kirchen so gewissenhaft und pünktlich? – Ich frage Sie: Wissen Sie einen besseren oder auch nur einen anderen Weg, um den Bestand einer Kirche zu erhalten? Denn eins bewirkt die Kindertaufe mit Sicherheit: Sie werden dadurch Mitglied der Kirche, die Sie tauft; aber Christ werden Sie dadurch nicht.
Sie müssen erkennen, wie Sie getäuscht werden. Sie können die Wahrheit nur finden, wenn Sie allein von der Bibel ausgehen. Dann aber wird Ihnen klar, daß Sie das ewige Leben nur erlangen können, wenn Sie im Glauben die Gnade für sich in Anspruch nehmen, die Gott uns in Jesus Christus bietet.
Freunde
Mrz 7, 2009 nachdenkliches
Ein Freund ist einer, der kommt, wenn alle anderen gehen.
Nicht der, der mit dir lacht. Nicht der, der mit dir weint. Nur der, der mit dir fühlt, das ist ein wahrer Freund!
Wahre Freunde kann man nicht kaufen, denn sie kommen von selbst und sind unbezahlbar.
Freunde sind wie Sterne: Du kannst sie nicht immer sehen, aber sie sind trotzdem immer für dich da.
Viele Menschen treten in dein Leben, aber nur wenige hinterlassen Spuren in deinem Herzen.
Ein Freund ist einer, der alles von dir weiß und dich trotzdem liebt.
Freundschaft bedeutet, nicht nur seine eigenen Probleme zu sehen, sondern auch anderen zuhören zu können!
Freunde können manchmal nicht in der Lage sein dich hochzuziehen, aber Freunde kennen bestimmt einen Weg, dich nicht fallen zu lassen!
Keine Straße ist zu lang mit einem Freund an der Seite!
Der Tölpel
Mrz 7, 2009 nachdenkliches
Unter den Hirten auf dem Feld in Bethlehem war auch ein Einfältiger. Er wurde von den Anderen nur “Tölpel” genannt.
Als eines Nachts der Engel des Herrn erschien, um ihnen die Geburt Christi anzukündigen, begriff der Tölpel seine Worte nicht. Aber überwältigt von dem Glanz der von dem Engel ausging fiel auch er, im Innersten erschrocken, auf die Knie.
Und als die Anderen, wie der Engel es ihnen gesagt hatte, sich aufmachten, das Kind zu finden, wollte auch er mit ihnen gehen. Aber die Hirten schämten sich seiner, denn sein Gewand war zerrissen, sein Bart struppig und der Ausdruck seines Gesichts blöd.
“Bleib du hier bei den Schafen und beim Feuer”, sagten sie. “Das Kind, das wir suchen, ist kein gewöhnliches Kind sondern ein König. Einen Tölpel, wie du einer bist, kann er nicht brauchen.”
Doch der Tölpel ließ sich von ihren Worten nicht einschüchtern. Er lief ihnen nach, auch wenn er Mühe hatte zu folgen.
“Was willst du ihm denn schenken?” spotteten sie.
Da sah der Tölpel erst, dass sie beladen waren mit Milch und Honig, mit Wolle von den Schafen, mit Käse und Brot. Daran hatte er nicht gedacht. Er wurde sehr betrübt.
Aber auf einmal heiterte sich seine Miene auf und er rief voller Stolz:” Ich könnte die Fliegen von seinem Gesicht verscheuchen.
” Was glaubst du eigentlich!” riefen die Anderen zurück. ” Dazu sind die Engel da!”
Der Tölpel wurde sehr traurig. Aber auf einmal heiterte sich seine Miene wieder auf und er rief voller Stolz:
“Ich könnte seine Füße reiben, um es zu wärmen.” – “Was glaubst du eigentlich!” riefen die Anderen zurück. “Dazu sind die Engel da!”
Der Tölpel fing an zu weinen. Aber auf einmal heiterte sich seine Miene zum dritten Mal auf und er rief voller Stolz:
“Ich könnte ihm ein Lied singen, damit es schlafen kann.”
“Was glaubst du eigentlich!” riefen die Anderen zurück. “Dazu sind die Engel da!”
Der Tölpel war nun sehr betrübt, sehr traurig und weinte. Aber er gab nicht auf. Er wollte den König und die Engel, die von seinem Gesicht die Fliegen verscheuchten, die seine Füße rieben und ihm ein Lied sangen wenigstens von Weitem sehen.
Endlich standen die Hirten vor dem Stall und sie fanden das Kind in einer Krippe liegen, arm und bloß. Maria und Josef hatten mit den vielen Gästen alle Hände voll zu tun, denn nicht nur die Hirten sondern auch die drei Könige hatten den Weg zur Krippe gefunden.
“Ach”, seufzte Maria, “wenn ich nur jemanden hätte, der dem Kind die Fliegen verscheucht, der ihm die Füße reibt und ihm ein Schlaflied singt!”
Da trat der Tölpel näher. Und als er weit und breit keinen Engel sah, da wischte er seine Tränen ab, lachte vor Freude und kniete vor der Krippe nieder.
Er verscheuchte die Fliegen. Er rieb dem Kind die Füße, um es zu wärmen und sang ihm ein Lied, bis es einschlief.
Maria und Josef und die drei Könige staunten.
Die Hirten aber schämten sich und nahmen ihn auf dem Heimweg in ihre Mitte.
Sie wussten nun, dass der neue König auch den Tölpel braucht.
Aus: “Wir haben das Kind gesehen.” Verlag Herder Freiburg
Die Geschichte von Marie
Mrz 7, 2009 nachdenkliches
Marie, ist 17 Jahre alt, seit einem Jahr glücklich befreundet und geht in eine Freikirche ihrer Stadt. Dort besucht sie regelmäßig den Jugendkreis und engagiert sich außerdem im Anbetungsteam (Klavier & Gesang) und im Bibelkreis ihres Gymnasiums. Alles läuft wunderbar, in ihrer Familie und bei ihren Freunden ist sie beliebt und auch sonst eher unauffällig, fleißig und pünktlich. Das alles ändert sich schlagartig an dem Tag an dem sie ungewollt schwanger wird. Ihre Eltern können es nicht fassen und eine Welt bricht zusammen. Hatten sie ihre Tochter nicht richtig aufgeklärt? In der Gemeinde machten schnell die schlimmsten Gerüchte die Runde und bald hieß es, dass es bei ihrem Lebenswandel ja irgendwann passieren musste. Sie wurde vor den Ältestenkreis geladen und man verlangte nach einer Erklärung, so komisch sich das jetzt wiederum anhört. Vielleicht erwarteten die Ältesten auch eine Entschuldigung, aber ganz bestimmt nicht das, was Marie ihnen etwas unsicher mitteilte. Sie hätte eine Vision gehabt und sie glaubte, dass das Kind irgendwie von Gott selbst sei, sie sei jedenfalls absolut unschuldig. Außerdem wolle Gott sie benutzen um alle Menschen zu retten, auch sie, die Ältesten der Gemeinde. Die Ältesten waren außer sich, fühlten sich komplett verschaukelt und wiesen sie scharf zurecht. Sie hielten ihr Gotteslästerung und Fanatismus vor und drohten ihr mit einem Gemeindeausschlussverfahren, wenn sie diese blasphemischen Gedanken nicht losließe. Außerdem wurde sie von allen ehrenamtlichen Ämtern enthoben und zum Besten therapeutischen Seelsorger der Stadt geschickt. Viele mieden sie in der Gemeinde, so dass sie bald nicht mehr in den Gottesdienst kam. In ihrer Familie hielt sie es nicht mehr aus und so beschloss sie, die Stadt zu verlassen. Ihr Freund schloss sich ihr an, weil er auch eine Art Offenbarung bekommen hatte und so zogen sie gemeinsam los. Leider hatten sie kaum Geld und so zockelten sie in einem alten Polo durch halb Deutschland um bei Verwandten unterzukommen. Das klappte aber nicht und so suchten sie verzweifelt eine Unterkunft, was wegen der WM mehr als schwierig war. In einem stillgelegten Parkhaus richteten sie sich eine provisorische Bleibe ein und dort kam, unglaublicher weise, auch ihr Sohn zur Welt. Ohne Hebamme und Ambulanz, kaum vorstellbar, auf einem alten Autositz. Die ersten Tage waren mehr als schwierig und so waren sie froh, dass sich ab und zu auch andere Leute ins Parkhaus verirrten, die sie mit dem Notwendigsten versorgten. Besonders hilfsbereit waren neben den Leuten von der Müllabfuhr, ein paar polnische Wahrsagerinnen, die das geheimnisvolle Parkhaus auf wunderbare Weise gesucht und gefunden hatten. Da die junge Familie auf Dauer nicht dort bleiben konnte hat sie sich auf den Weg nach Italien gemacht um unterzutauchen. Danach verlor sich erstmal ihre Spur.
Autor: Tobias Faix // toby-faix.blogspot.com
Eine kleine Geschichte
Mrz 19, 2007 nachdenkliches
Eines Tages, ich war gerade das erste Jahr auf der High School, sah ich ein Kind aus meiner Klasse nach Hause gehen. Sein Name war Kyle. Es sah so aus, als würde er alle seine Bücher mit sich tragen.
Ich dachte mir: “Warum bringt wohl jemand seine ganzen Bücher an einem Freitag nach Hause? Das muss ja ein richtiger Dummkopf sein. Mein Wochenende hatte ich schon verplant (Partys und ein Fußballspiel mit meinen Freunden morgen Nachmittag), also zuckte ich mit den Schultern und ging weiter.
Als ich weiter ging, sah ich eine Gruppe Kinder in seine Richtung laufen. Sie rempelten ihn an, schlugen ihm seine Bücher aus den Armen und schubsten ihn so dass er in den Schmutz fiel. Seine Brille flog durch die Luft, und ich beobachtete, wie sie etwa drei Meter neben ihn im Gras landete. Er schaute auf und ich sah diese schreckliche Traurigkeit in seinen Augen.
Mein Herz wurde weich. Ich ging zu ihm rüber, er kroch am Boden umher und suchte seine Brille, und ich sah Tränen in seinen Augen. Als ich ihm seine Brille gab, sagte ich: “Diese Typen sind Blödmänner. Er schaute zu mir auf und sagte: “Danke!” Ein großes Lächeln zierte sein Gesicht. Es war eines jener Lächeln, die wirkliche Dankbarkeit zeigten.
Ich half ihm seine Bücher aufzuheben und fragte ihn wo er wohnt. Es stellte sich heraus, dass er in meiner Nähe wohnt, also fragte ich ihn, warum ich ihn vorher nie gesehen habe. Er erzählte mir, dass er zuvor auf eine Privatschule ging. Ich hätte mich nie mit einem Privat-Schul-Kind abgeben. Den ganzen Nachhauseweg unterhielten wir uns; und ich trug seine Bücher. Er war eigentlich ein richtig cooler Kerl.
Ich fragte ihn, ob er Lust hätte mit mir und meinen Freunden am Samstag Fußball zu spielen. Er sagte zu. Wir verbrachten das ganze Wochenende zusammen und je mehr ich Kyle kennen lernte, desto mehr mochte ich ihn. Und meine Freunde dachten genauso über ihn.
Es begann der Montagmorgen, und auch Kyle mit dem riesigen Bücherstapel war wieder da. Ich stoppte ihn und sagte: “Oh Mann, mit diesen ganzen Büchern wirst du eines Tages noch mal richtige Muskeln bekommen”. Er lachte und gab mir einen Teil der Bücher.
Während der nächsten vier Jahre wurden Kyle und ich richtig gute Freunde. Als wir älter wurden, dachten wir übers College nach. Kyle entschied sich für Georgetown und ich mich für Duke. Ich wusste, dass wir immer Freunde sein werden und diese Kilometer zwischen uns
niemals ein Problem darstellen würden. Er wollte Arzt werden und ich hatte vor eine Fußballer-Karriere zumachen.
Kyle war Abschiedsredner unserer Klasse. Ich neckte ihn die ganze Zeit, indem ich sagte, er sei ein Dummkopf. Er musste eine Rede für den Schulabschluss vorbereiten. Ich war so froh, dass ich nicht derjenige war, der sprechen musste.
Am Abschlusstag, ich sah Kyle. Er sah großartig aus. Er war einer von denen, die während der High School zu sich selber finden und ihren eigenen Stil entwickeln. Er hatte mehr Verabredungen als ich und alle Mädchen mochten ihn. Manchmal war ich richtig neidisch auf ihn. Heute war einer dieser Tage. Ich konnte sehen, dass er wegen seiner Rede sehr nervös war. Ich gab ihm einen Klaps auf den Hintern und sagte: “Hey, großer Junge, du wirst großartig sein!” Er sah mich mit einem jener Blicke (die wirklich dankbaren) an und lächelte. “Danke” sagte er.
Als er seine Rede begann, räusperte er sich kurz, und fing an. “Der Abschluss ist eine Zeit, um denen zu danken, die dir halfen, diese schweren Jahre zu überstehen. Deinen Eltern, Deinen Lehrern, Deinen Geschwistern, vielleicht einem Trainer…. aber am meisten Deinen Freunden. Ich sage euch, das beste Geschenk, das ihr jemandem geben könnt, ist eure Freundschaft. “Lasst mich euch eine Geschichte erzählen”.
Ich schaute meinen Freund etwas ungläubig an, als er von dem Tag erzählte, an dem wir uns das erste Mal trafen. Er hatte geplant, sich an diesem Wochenende umzubringen. Er erzählte weiter, dass er seinen Schrank in der Schule ausgeräumt hat, so dass seine Mutter es später nicht tun müsste und trug sein Zeug nach Hause. Er schaute mich an und lächelte. “Gott sei Dank, ich wurde gerettet.” Mein Freund hat mich von diesen unsäglichen Sache bewahrt.”
Ich konnte spüren, wie die Masse den Atem anhielt als dieser Gutaussehende, beliebte Junge uns von seinem schwächsten Augenblick im Leben erzählte. Ich bemerkte wie seine Mutter und sein Vater lächelnd zu mir herüber sahen, genau dasselbe, dankbare Lächeln. Niemals zuvor spürte ich solch eine tiefe Verbundenheit.
Unterschätze niemals die Macht Deines Handelns. Durch eine kleine Geste kannst du das Leben einer Person ändern. Zum Guten oder zum Bösen. Die Schöpfung setzt uns alle ins Leben des anderen, um uns gegenseitig zu beeinflussen, auf jede Art und Weise.
Sieh’ das Gute in anderen.